1. FC SAARBRÜCKEN TISCHTENNIS

DEUTSCHER POKALSIEGER 2012
Nächstes Spiel:

Tischtennis Bundesliga

1.FCSTT - Finale in Bamberg

Freitag
25.05.2012, 19:00 Uhr


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1. FC Saarbrücken Tischtennis
20.02.2012

Werder nimmt die Punkte aus Fulda mit, Ochsenhausen dreht verloren geglaubtes Derby

Von: www.ttbl.de

Am Karnevalssonntag ging es in der Tischtennis Bundesliga richtig zur Sache. Es gab einige hoch dramatische Partien, wie etwa den 3:2-Coup der Werderaner bei Fulda-Maberzell oder den schwer erkämpften 3:2-Derbysieg der personell gebeutelten Ochsenhausener gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Plüderhausener. Souverän dagegen das 3:0 der Düsseldorfer Borussia gegen Grenzau, zu dem auch der erneut eingesetzte Trainer Danny Heister einen Punkt beisteuerte. Als standesgemäß kann man das 3:1 des Spitzenreiters Saarbrücken in der Ruhrstadt bezeichnen, während die jungen Hanauer beim 3:1 gegen Frickenhausen zu gefallen wussten - allen voran Patrick Franziska, der nahtlos an seine tollen Leistungen auf der Pro Tour anknüpfte. An der Tabellenspitze zieht Saarbrücken mit 24:2 einsam seine Kreise, gefolgt von Rekordmeister Düsseldorf (18:8), Fulda (16:10) und Ochsenhausen (14:12). Auf Rang fünf folgt die TG Hanau (12:14). Punktgleich mit dieser liegen die zuletzt so starken Bremer auf Rang sechs. Herne und Grenzau bilden mit jeweils 10:16 Punkten das hintere Mittelfeld, während es unten für Frickenhausen (8:18) und Schlusslicht Plüderhausen (6:20) derzeit nicht allzu rosig aussieht.

Borussia Düsseldorf - TTC Zugbrücke Grenzau 3:0

Souveräner Auftritt des Tabellenzweiten, der auch ohne Timo Boll und János Jakab überzeugte. Bei Grenzau fehlte Li Hu. Für die Rheinländer punkteten vor 950 Fans, die in Karnevalsstimmung waren, Christian Süß (3:1 gegen Tomas Pavelka) und Patrick Baum (3:0 gegen Zoltan Fejer-Konnerth). Spielertrainer Danny Heister erkämpfte sich gegen Arian Dodean seinen ersten Saisonsieg (3:2) und fuhr damit die Ernte für die Borussia ein.


Vizeeuropameister Patrick Baum ließ gegen Zoltan Fejer-Konnerth nichts anbrennen.



Trotz der Dominanz der Borussia war es keine langweilige Partie, das Aufeinandertreffen der beiden in der deutschen Tischtennisgeschichte erfolgreichsten Vereine. Zwischen Süß und Pavelka sowie Baum und Fejer-Konnerth ergaben sich muntere Matches mit guten Ballwechseln. Im spannendsten Spiel des Tages traf Borussia-Chefcoach Danny Heister auf Adrian Dodean. In Satz eins und drei hatte der Düsseldorfer knapp das Nachsehen, in Durchgang zwei und vier nach jeweils hohen Führungen hauchdünn die Oberhand behalten, so dass es zum fünften Satz kam. Mit dem Heimvorteil und der Unterstützung der Fans im Rücken gewann der 40-jährige Niederländer sein Match zum 3:0-Endstand.

Heister bilanzierte nach dem Spiel: "Ich bin froh, dass es heute so gut lief, auch wenn das Ergebnis klarer aussieht als es war. Krille hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht und Patti hat sich nach seinen Magen-Darm-Problemen gesund zurückgemeldet. In der Liga stehen wir nun ganz gut da, aber in fünf Tagen geht es gegen La Romagne um alles. Wir wollen unbedingt weiterkommen und brauchen dafür drei gesunde und fitte Spieler."

Borussia-Manager Andreas Preuß sagte: "Mein Kompliment an die Mannschaft und Dank an die Zuschauer. Eine volle Halle mitten an Karneval ist einfach großartig und gab der Mannschaft zusätzlich Auftrieb. Wenn uns das nächsten Freitag auch gelingt, dann können wir es schaffen, ins Halbfinale des ETTU-Cups zu kommen."

Die kurzweilige Begegnung wurde live auf der TV-Plattform der Liga (http://tv.ttbl.de) sowie im Borussia TV sowie auf arag.de, butterfly.tt und weiteren Internetplattformen übertragen. Die Highlights sind ab Montag zu sehen.

Ergebnisse

Süß, Christian - Pavelka, Tomas (-9, 8, 6, 9) 3:1
Baum, Patrick - Fejer-Konnerth, Zoltan (10, 8, 5) 3:0
Heister, Danny - Dodean, Adrian (-12, 9, -8, 10, 8) 3:2


TG 1837 Hanau - TTC matec Frickenhausen 3:1

Die Brüder-Grimm-Städter überzeugten gegen den "Tälesklub", der nun schon seit dem 30. Oktober auf einen Sieg wartet. Wie im Hinspiel gab es auch diesmal ein 3:1. Die 300 Zuschauer waren begeistert von der Leistung des 19-jährigen Patrick Franziska, der Torben Wosik und Kenji Matsudaira keine echte Chance ließ. Auch Steffen Mengel präsentierte sich nach seiner Verletzung schon wieder in beeindruckender Form und besiegte Jakub Kosowski. Für Frickenhausens Ehrenpunkt sorgte Matsudaira gegen Ruwen Filus.

Manche dachten, Hanaus Jungstar Patrick Franziska, der in den letzten Wochen auf der Pro Tour Tischtennis-Hochkaräter wie Apolonia, Persson, Tokic oder Chuang besiegt hatte, würde nach seiner Rückkehr vom Golf erst einmal in ein kleines Loch fallen. Weit gefehlt! Der 19-Jährige – am Samstagvormittag aus Kuwait zurückgekehrt – wurde von Trainer Helmut Hampl für das Schlüsselspiel gegen Frickenhausen als Einser nominiert und rechtfertigte dieses Vertrauen durch eine grandiose Darbietung.

Zur Chronologie der Partie: Patrick Franziska bekam es zunächst mit dem 38-jährigen Linkshänder Torben Wosik zu tun, zuletzt im Jahr 2008 deutscher Einzelmeister. In den ersten beiden Sätzen mühte sich „Franz“ ein wenig mit seinem routinierten Gegenüber, doch dann hatte er das Match eindeutig im Griff: 11:9, 6:11, 11:4, 11:8 lauteten die Satzergebnisse. Dass diese kurz darauf in ein 11:0, 11:0, 11:0 umgewandelt wurden, war dem Umstand geschuldet, dass das Spielgerät des Frickenhauseners durch die nachträgliche Prüfung fiel. Oberschiedsrichter Michael Zwipp: „Bei Wosik war ein Belag deutlich zu dick, somit mussten wir das Spiel mit 0:3 gegen ihn werten.“

Doch die Schwaben meldeten sich umgehend zurück: Gegen den bissigen Matsudaira konnte Filus beim 8:11, 9:11, 8:11 nichts auszurichten. Mengel hingegen rief gegen Kosowski nach der Pause alles ab, was ihn im TGH-Dress so oft schon ausgezeichnet hat. Mit viel Elan und Siegeswillen hielt „der Lange“ seinen Widersacher in Schach, gegen den er bis dahin eine 1:5-Bilanz aufwies. Mit 11:6, 11:7, 9:11 und 11:9 setzte sich der Siegerländer gegen Kosowski durch und brachte seine Farben mit 2:1 in Front. Franziska ließ nichts mehr anbrennen und war auch gegen den anfänglich so starken Matsudaira klar der Chef im Ring. Sein 11:7, 11:9, 11:9 war nie wirklich gefährdet, da der junge Odenwälder in allen wichtigen Situationen die bessere Antwort parat hatte.


Ruwen Filus (links) und Steffen Mengel (rechts) freuen sich mit Patrick Franziska über dessen Sieg gegen Matsudaira, der den 3:1-Erfolg der Hanauer gegen Frickenhausen besiegelte.



Der 19-jährige TGH-Spieler war hoch zufrieden: "Ich hatte heute ein solches Selbstvertrauen, schon bevor es überhaupt losging. Da konnte eigentlich gar nichts schiefgehen. Ich habe auf der Pro Tour so viele enge Spiele gewonnen und nach Rückstand noch gedreht, das hat mich heute richtig beflügelt." Kollege Mengel zeigte sich überglücklich: "Ich habe mir vorher viele Gedanken gemacht und wusste noch nicht, wo ich nach der Pause stehe. Und dann kam ich ausgerechnet gegen Kosowski, gegen den ich bisher in sechs Spielen fünfmal verloren hatte. Dann habe ich gleich im ersten Satz 0:3 zurückgelegen und dachte schon, dass es schief gehen könnte. Aber auf einmal stand es 10:4 für mich und ich habe gespürt, dass heute was geht."

Zufrieden war auch Helmut Hampl, sowohl mit der Teamleistung als auch mit Franziska: „Was Patrick heute gespielt hat, war nur die Fortsetzung seiner starken Trainingsleistungen der letzten Wochen. Wer so gut im Training ist, wird bei mir auch als Einser aufgestellt – da bin ich konsequent.“

Ergebnisse

Franziska, Patrick - Wosik, Torben (0, 0, 0) 3:0
Filus, Ruwen - Matsudaira, Kenji (-8, -9, -8) 0:3
Mengel, Steffen - Kosowski, Jakub (6, 7, -9, 9) 3:1
Franziska, Patrick - Matsudaira, Kenji (7, 9, 9) 3:0


TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Plüderhausen 3:2

Es war kein Spiel für schwache Nerven, das Schwabenderby zwischen dem Play-off-Kandidaten und dem Tabellenschlusslicht. Beide Teams mussten auf einen wichtigen Spieler verzichten: Ochsenhausen spielte ohne den verletzten Tiago Apolonia, bei Plüderhausen stand Leung Chu Yan nicht zur Verfügung. Dennoch führte der Gast zur Pause mit 2:0 (Siege von Thomas Keinath gegen Andrej Gacina und Aleksandar Karakasevic gegen Liam Pitchford) und schien einem Sieg entgegenzusteuern. Doch die Oberschwaben drehten die Partie noch: Kirill Skachkov besiegte Philipp Floritz, Gacina schlug "Kara" und "Nesthäkchen" Pitchford fuhr mit einem 3:0 gegen Keinath den ersten Bundesligasieg seiner Karriere ein. 620 begeisterte Zuschauer feierten Ochsenhausens Matchwinner mit stehenden Ovationen.

Zunächst bot sich den TTF-Fans, darunter viele Kids und Jugendliche – schließlich ging dem Match das Finale der EnBW-Regiotur voraus – wenig Anlass zum Jubeln. Ohne Führungsspieler Tiago Apolonia, der sich bei den Kuwait Open einen Außenbandanriss am Meniskus zugezogen hatte, stieg Andrej Gacina als TTF-Einser in den Ring. Doch gegen Thomas Keinath, der bis dahin erst ein TTBL-Match gewonnen hatte, präsentierte sich der Kroate fahrig und nervös und zog in vier Sätzen den Kürzeren. „Nesthäkchen“ Liam Pitchford war anschließend an der Reihe – sein Gegner war ausgerechnet Aleksandar Karakasevic, jener Karakasevic mit der vielleicht besten Hand aller europäischen Spieler, der zudem gegen Ochsenhausen traditionell in Bestform auftritt. Der TTF-Youngster hielt gut mit, konnte sogar Durchgang drei gewinnen, musste am Ende aber doch „Kara“ zum Sieg gratulieren.

0:2 zur Pause – viele ließen die Köpfe hängen. Es sah tatsächlich so aus, als würden die Remstaler zum zweiten Mal in der laufenden Saison das Derby gewinnen – und das, obwohl bei ihnen Leung Chu Yan fehlte. Doch die junge Mannschaft von TTF Liebherr Ochsenhausen steckte nicht auf – man wollte wenigstens alles versucht haben. Und nach dem 3:0 von Europe Top12-Finalist Kirill Skachkov über Plüderhausens Youngster Philipp Floritz, der durchaus gutes Tischtennis zeigte, ging ein Ruck durch das Team von Dubravko Skoric. Hätte man es nach seinem ersten Auftritt nicht für möglich gehalten, dass Gacina gegen Karakasevic etwas ausrichten könnte, belehre der Kroate alle Zweifler nun eines Besseren. Trotz eines 1:2-Satzrückstands kämpfte er seinen Widersacher in fünf Durchgängen nieder – 2:2, doch würde der in der Bundesliga noch unerfahrene Liam Pitchford, der bei seinen wenigen Einsätzen noch kein Spiel gewinnen konnte, ausgerechnet gegen den erfahrenen Keinath den TTF-Sieg eintüten können?

Er konnte! Pitchford behielt in dem engen Match die Nerven und spielte stets gegen Satzende seine besten Bälle: 11:9, 12:10 und 12:10 hieß es schließlich zu seinen Gunsten. Die Standing Ovations der Fans hatte sich der über das ganze Gesicht strahlende 18-Jährige redlich verdient.


Liam Pitchford, mit 18 Jahren jüngster Bundesligaspieler, behielt im letzten Match des Schwabenderbys gegen Plüderhausens Thomas Keinath die Nerven und sicherte den Ochsenhausener 3:2-Erfolg. Es war der erste Bundesligasieg des jungen Engländers überhaupt.



Rainer Ihle war auch eine Dreiviertelstunde nach Spielende noch ganz geschafft von den nervenaufreibenden 180 Minuten und dem so ungeheuer wichtigen „Arbeitssieg“ seiner Jungs, der zwischenzeitlich schon in weite Ferne gerückt schien: „Wir haben verheerend begonnen, Gacina ist gegen Keinath gar nicht ins Spiel gekommen und blieb chancenlos. Pitchford hat zwar gegen „Kara“ gut gespielt, aber doch verloren. Nach dem 0:2 waren alle am Boden, doch im zweiten Durchgang sind sie eindrucksvoll zurückgekommen und haben toll gespielt. Liam hat heute gezeigt, welch großes Potenzial er hat. Die Mannschaft hat alles weggesteckt und bewiesen, dass sie lebt. Sie hat Feuer und Leidenschaft gezeigt, das war ein toller, aufwühlender Sieg. Wir waren am Boden und sind wieder aufgestanden.“

Zur Verletzung Apolonias wusste der TTF-Präsident zu berichten: „Tiago hat sich einen Außenbandanriss im Meniskus zugezogen. Wir hoffen, dass er am 11. März gegen Bremen wieder mitspielen kann. Wir wollen uns aber absolut sicher sein und werden morgen noch einen zweiten namhaften Arzt hinzuziehen.“

Ergebnisse

Gacina, Andrej - Keinath, Thomas (-10, -3, 5, -7) 1:3
Pitchford, Liam - Karakasevic, Aleksandar (-9, -9, 5, -7) 1:3
Skachkov, Kirill - Floritz, Philipp (15, 8, 9) 3:0
Gacina, Andrej - Karakasevic, Aleksandar (6, -8, -9, 6, 7) 3:2
Pitchford, Liam - Keinath, Thomas (9, 10, 10) 3:0


TTC Ruhrstadt Herne - 1. FC Saarbrücken TT 1:3

Anfänglich roch es nach einem Favoritensturz vor 380 Besuchern in der voll besetzten Ruhrstadt-Arena: Kim Jung Hoon hatte Bojan Tokic nach 0:2-Satzrückstand niedergerungen. Doch dann erhöhte der Spitzenreiter die Schlagzahl: Bastian Steger sorgte gegen Petr Korbel für den Ausgleich. Joao Monteiro legte nach gegen Lars Hielscher, und der überragende Steger konnte anschließend mit 3:1 gegen Kim den sprichwörtlichen Sack zumachen.

Bei den zuletzt so starken Ruhrstädtern, die überdies als ausgesprochen heimstark gelten, trat Pokalsieger und Bundesligatabellenführer 1.FCS zwar als Favorit an, musste aber mit heftiger Gegenwehr kalkulieren. So kam es auch – zumindest am Anfang der unterhaltsamen Partie. Der untersetzte Südkoreaner Kim Jung Hoon machte dem Slowenen Bojan Tokic nicht nur das Leben schwer, sondern nahm ihm auch den Punkt ab und hatte – nach zwischenzeitlichem 0:2-Satzrückstand – am Ende klar das Heft in der Hand. Doch damit hatten die Westfalen ihr Pulver fast schon verschossen. Zwar konnte Petr Korbel seinem Widersacher Bastian Steger den ersten Satz abnehmen, im zweiten mit 5:0 in Führung gehen und den dritten Durchgang ganz eng gestalten, musste am Ende aber doch die Überlegenheit des amtierenden deutschen Einzelmeisters anerkennen.

Mehr als gegen Joao Monteiro ordentlich mitzuspielen, war Lars Hielscher bei seiner 0:3-Niederlage nicht vergönnt, auch wenn der schlaksige Hannoveraner in Diensten der Ruhrstädter ein wenig mit dem Schicksal beziehungsweise einer Reihe von Netz- und Kantenbällen des FCS-Portugiesen haderte. Steger schließlich machte den Deckel drauf und war auch gegen Kim der dominante Spieler – auch wenn es am Anfang nach einem ganz ausgeglichenen Duell aussah.


Bastian Steger setzte sich sowohl gegen Petr Korbel als auch gegen Kim Jung Hoon durch.



Nach knapp drei Stunden hatten sich die Saarländer durchgesetzt, ohne dass es eine lockere Übung für den überragenden Steger und seine Kollegen gewesen wäre. Durch dieser Erfolg hat sich Saarbrücken übrigens frühzeitig die Play-off-Teilnahme gesichert und ist bereits nach dem 13. Spieltag nicht mehr von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen.

Dementsprechend zufrieden kommentierte Gästetrainer Matthias Landfried den Sieg bei den Ruhrstädtern: "Gegen Herne haben wir uns schon in der Vorrunde schwer getan, als bei unserem 3:0-Sieg alle Spiele über fünf Sätze gingen. Wir sind jetzt auch rein rechnerisch nicht mehr aus den Play-offs zu verdrängen, womit schon jetzt alle vorher definierten Saisonziele erreicht wurden und mit unserem Pokalsieg übertroffen wurden. Die Konzentration geht jetzt direkt auf das nächste Wochenende, mit dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den SVS Niederösterreich und dem Bundesligaspiel gegen Ochsenhausen."

Hernes Trainer Jens Stötzel hatte dagegen die nicht genutzte Gelegenheit auf einen Überraschungs-Coup im Fokus: "Ich bin nicht ärgerlich, aber etwas traurig über die verpasste Chance, heute die Sensation schaffen zu können."

Ergebnisse

Kim, Jung Hoon - Tokic, Bojan (-9, -5, 4, 8, 4) 3:2
Korbel, Petr - Steger, Bastian (5, -5, -13, -6) 1:3
Hielscher, Lars - Monteiro, Joao (-8, -8, -7) 0:3
Kim, Jung Hoon - Steger, Bastian (6, -9, -5, -4) 1:3

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - SV Werder Bremen 2:3

Ein dramatisches Spiel in der mit 750 Fans bestens gefüllten Wilmingtonhalle ohne Happyend für den Gastgeber. Ein Wang Xi in gewohnt guter Verfassung reichte den Osthessen nicht zum Sieg gegen einen SV Werder, der mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwartete. Bei den Norddeutschen steuerten alle drei Akteure einen Punkt bei: Adrian Crisan schlug Robert Svensson, Kamal Sharath Achanta Jan-Ove Waldner und Jens Lundquist Svensson im abschließenden Schweden-Duell. Wang Xi hatte durch ein 3:0 über Lundquist die Maberzeller in Führung gebracht und später durch seinen Sieg gegen Crisan das zwischenzeiliche 2:2 herbeigeführt.

Wangs klarer Sieg gegen Lundquist zum Auftakt kam nicht unerwartet, allerdings erwies sich das Schweden-Duo der Maberzeller anschließend als nicht sattelfest. Zunächst musste Robert Svensson gegen Adrian Crisan ein 1:3 quittieren, anschließend zog Tischtennisikone Waldner gegen den Inder Achanta den Kürzeren (1:3), auch wenn „Waldi“ am Ende durchaus Chancen besaß, das Match zu drehen. So führten die Mannen von der Weser mit 2:1 und Wang Xi musste einmal mehr alles aus sich herausholen, um den TTC im Spiel zu halten. Dies gelang auch – mehr als zwei enge Sätze gegen den virtuosen Defensivkünstler waren selbst für einen Ausnahmespieler wie Crisan nicht drin. Doch es half alles nichts, im abschließenden Schweden-Duell zwischen Svensson und Lundquist stand der Maberzeller Linkshänder auf verlorenem Posten und konnte nicht einen einzigen Satzgewinn verbuchen.


Jens Lundquist bewies im alles entscheidenden Match gegen seinen Landsmann Robert Svensson Nervenstärke und führte den SV Werder zum Sieg.



Mit zwei Stunden und 17 Minuten ging diese Partie für ein 3:2-Spiel erstaunlich zügig über die Bühne. Dies war dem Umstand geschuldet, dass kein einziges Fünfsatz-Match stattfand, zweimal gab es ein 3:1 und gleich dreimal ein 3:0. Immerhin dokumentieren 8:9 Sätze und 149:150 Bälle aus Fuldaer Sicht, wie eng es am Karnevalssonntag in der Rhön-Metropole zuging.

Hoch zufrieden war natürlich Werder-Trainer Cristian Tamas: „Wir haben gezeigt, dass die Resultate aus dem vergangenen Herbst nicht das widergespiegelt haben, was wir eigentlich im Stande zu leisten sind. Die Jungs haben heute gut gespielt und enorme Nervenstärke gezeigt, das muss man als Trainer einfach zufrieden sein." Bremens Teammanager Sascha Greber war mit der kompakten Teamleistung der Grün-Weißen äußerst zufrieden, hob jedoch die mentale Stärke von Lundquist besonders hervor: "Jens hat beim Stand von 2:2 einfach gar nichts mehr anbrennen lassen, er hat Svensson komplett aus dem Spiel genommen. Eine solche Nervenstärke bei dieser Konstellation zeugt schon von einer außergewöhnlichen Qualität."

Ergebnisse

Wang, Xi - Lundquist, Jens (5, 2, 7) 3:0
Svensson, Robert - Crisan, Adrian (7, -9, -8, -4) 1:3
Waldner, Jan-Ove - Achanta, Sharath Kamal (-5, -5, 7, -10) 1:3
Wang, Xi - Crisan, Adrian (9, 4, 9) 3:0
Svensson, Robert - Lundquist, Jens (-4, -7, -9) 0:3



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Aktuelles

Tabelle 2011/2012
 
1Saarbrücken 49:21 30:6
2Düsseldorf 45:23 26:10
3Fulda 44:35 20:16
4Ochsenhausen 42:35 20:16
5Bremen 38:37 20:16
6Hanau 30:42 14:22
7Grenzau 25:45 14:22
8Herne 33:40 12:24
9Frickenhausen 33:45 12:24
10Plüderhausen 28:44 12:24

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