Nach einer turbulenten, aber bisher sehr erfolgreichen Saison wird Fan Zhendong des FCS-TT leider zum Saisonende verlassen.
Trotz der Enttäuschung über den Abgang überwiegt die große Dankbarkeit für diese einmalige Chance: Der FCS durfte ein Jahr lang mit einem absoluten Ausnahmespieler zusammenarbeiten. Von Beginn an war allen Beteiligten bewusst, dass das Engagement auf ein Jahr ausgelegt ist und sich die Wege danach trennen könnten. Entsprechend war der Verein auf dieses Szenario vorbereitet. Nichtsdestotrotz ist man beim 1. FC Saarbrücken Tischtennis überaus glücklich und stolz, dass Fan Zhendong überhaupt für eine Saison in Saarbrücken aufgeschlagen ist.
Mit der Verpflichtung eines Spielers dieses Kalibers ist der Club als absoluter Pionier des Tischtennis-Sports aufgetreten. Es war ein historischer Moment Tischtennis in Deutschland und Europa, erstmals einen Weltklassespieler wie Fan Zhendong in die Bundesliga und nach Saarbrücken zu holen.
Gemeinsam ist es gelungen, den Blick der internationalen Tischtenniswelt auf das kleine Saarbrücken zu richten und einen regelrechten Boom auszulösen – in Deutschland, in Europa und weit darüber hinaus. Darauf ist der Verein extrem stolz und bedankt sich ausdrücklich bei Fan Zhendong, dass er dem Club diese besondere Möglichkeit gegeben hat.

„Wir haben sehr offene und vertrauensvolle Gespräche geführt“, erklärt Teammanager Nicolas Barrois. „Uns war von Anfang an klar, dass dieses Kapitel auf ein Jahr ausgelegt ist. Umso dankbarer sind wir, dass wir dieses Jahr gemeinsam erleben durften, und noch weiterhin dürfen. Zhendong hat uns zudem klar versichert, dass seine Entscheidung in keiner Weise damit zusammenhängt, dass er sich in Saarbrücken nicht wohlgefühlt hat – ganz im Gegenteil. Er möchte auf seiner Reise durch Europa einfach noch mehr sehen und neue Erfahrungen sammeln. Das respektieren und akzeptieren wir voll und ganz. Er wird bei uns in der Halle jederzeit ein gern gesehener Gast sein und wir hoffen sehr, dass die Beziehung zu Saarbrücken für ihn immer eine ganz besondere bleiben wird.“
Fan Zhendong selbst erklärt: „Ich möchte dem 1. FC Saarbrücken Tischtennis meinen aufrichtigen Dank für diese unglaubliche Gelegenheit aussprechen. Es war ein wirklich besonderes Kapitel meiner Karriere. In dieser Phase meiner Laufbahn fühle ich mich jedoch bereit, den nächsten Schritt zu gehen. Borussia Düsseldorf ist eine der stärksten Kräfte im europäischen und weltweiten Tischtennis, und meine enge Beziehung zu Timo Boll hat mich zusätzlich dazu inspiriert, mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Es wird sich seltsam anfühlen, im nächsten Jahr gegen den FCS als Gegner anzutreten, und ich freue mich schon jetzt auf diese Duelle. Doch meine Reise hier ist noch lange nicht zu Ende. Bis zum allerletzten Spiel bleibe ich voll und ganz darauf fokussiert, alles zu geben, damit wir in dieser Saison gemeinsam Geschichte schreiben können.“

Unabhängig von der Personalie richtet der 1. FC Saarbrücken Tischtennis den Fokus nun klar auf die sportlichen Ziele der laufenden Saison. Der Club hat weiterhin große Ambitionen und will bei allen noch ausstehenden Wettbewerben ganz vorne mitspielen – ja, sogar als Favorit an den Start gehen.
Gleichzeitig wird sich die Vereinsführung intensiv mit der strategischen Ausrichtung für die kommende Saison beschäftigen. Vor dem Hintergrund des Abgangs von Fan Zhendong werden intern Gespräche geführt, wie der Kader für 2026/27 aufgestellt sein soll und ob der 1. FC Saarbrücken Tischtennis noch einmal gezielt auf dem Transfermarkt tätig wird.
Trotz des bevorstehenden Abschieds ist der Verein sportlich weiterhin sehr gut aufgestellt. Der zukünftige Kader um Weltstar Hugo Calderano und Kapitän Patrick Franziska bietet ausreichend Qualität und Tiefe, um in allen Wettbewerben konkurrenzfähig zu sein. Die sportlichen Ziele der vergangenen Jahre – insbesondere der Einzug in die Halbfinals und Finals der jeweiligen Wettbewerbe – bleiben auch in der kommenden Saison oberste Priorität. Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis wird alles daransetzen, national wie international wieder um die Titel mitzuspielen und seine Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.