TTBL-Finale:

25.05.2019, 15.00 Uhr

1. FCSTT vs. Ochsenhausen

Fraport-Arena, Frankfurt

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+++ Deutscher Pokalsieger 2012 +++ ETTU-Pokalsieger 2014 +++

1. FC SAARBRÜCKEN TISCHTENNIS

Play-Offs: Auf nach Frankfurt!!!

Der 1. FC Saarbrücken TT schlägt Borussia Düsseldorf auch im zweiten Play-off-Halbfinale der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und steht damit am 25. Mai im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die riskante Aufstellung des Rekordmeisters um Timo Boll geht nicht auf, Darko Jorgic sorgt für die Vorentscheidung.

Foto: Ulrich Höfer

Ausnahmezustand im Saarland: Der 1. FC Saarbrücken TT steht nach einem 3:1-Heimerfolg im zweiten Play-off-Duell mit Borussia Düsseldorf im Liebherr TTBL-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Das Hinspiel hatten die Saarländer vor zwei Wochen in Düsseldorf ebenfalls mit 3:2 für sich entschieden und damit den Grundstein für den Erfolg gelegt. Während Saarbrücken also nach seiner Finalniederlage 2016 am 25. Mai in der Fraport Arena Frankfurt erneut um den Titel spielt, endet die Saison für den Rekordmeister aus dem Rheinland ohne Titel. „Riesen-Kompliment an die ganze Mannschaft“, so Patrick Franziska  „Wir haben wirklich dran geglaubt, weil wir wussten, dass Düsseldorf ein wenig angeknockt war. Und was die Jungs dann gezeigt haben!“

Was selbstverständlich auch für Franziska selbst galt. Denn schon der Auftakt in der mit 1.200 Zuschauern ausverkauften Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken – darunter auch DTTB-Präsident Michael Geiger – gehörte den Gastgebern. Der auch an diesem Abend wieder überragende Franziska brachte seine Farben gegen Anton Källberg mit 1:0 in Führung. Mühe hatte der 26-Jährige dabei nur im ersten Satz, als er gleich vier Satzbälle des jungen Schweden abwehren musste, danach jedoch keinen Zweifel daran ließ, dass er derzeit in der Form seines Lebens ist. Äußerst formstark war in den vergangenen Wochen jedoch auch Kristian Karlsson, den Düsseldorfs Trainer Danny Heiser aus diesem Grund an Position eins aufbot – und damit verhinderte, dass die Zuschauer in den erneuten Genuss des Duell Patrick Franziska gegen Timo Boll kamen. Letzterer spiele an diesem Abend nur an dritter Stelle.

Und Heisters Rechnung schien aufzugehen. Karlsson ließ Saarbrückens Nachwuchsspieler Tomas Polansky keine echte Siegchance und glich zur Pause zum schnellen 1:1 aus. Nicht rechnen konnte Heister anschließend allerdings damit, dass der im Hinspiel noch schwache Darko Jorgic gegen seinen Spitzenspieler über sich hauswächst. Der der Slowene lieferte sich mit dem amtierenden Deutschen Meister und Weltranglisten-Fünften ein spektakuläres Duell auf Augenhöhe, in dem es immer wieder hin- und her ging. Bis Jorgic im Entscheidungssatz tatsächlich den großen Boll in die Knie zwang – die Joachim-Deckarm-Halle endgültig Kopf stand.

Franziska nicht zu schlagen

Den Schlusspunkt setzte schließlich Franziska, der im Spitzeneinzel gegen Karlsson auch im vierten Einzel dieser Play-offs ohne Satzverlust blieb und spätestens nach einem umkämpften zweiten Durchgang auf der Siegerstraße war. Der Rest war grenzenloser Jubel auf der einen und bittere Enttäuschung auf der anderen Seite. „Saarbrücken ist verdient ins Finale eingezogen“, zeigte sich Borussia-Manager Andreas Preuß dennoch als guter Verlierer und wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Aus meiner Sicht haben wir das Halbfinale vor zwei Wochen in Düsseldorf verloren. Heute waren wir mächtig unter Druck, aber haben uns gewehrt. Die Moral hat gestimmt. Am Ende ist unser Schachzug, Timo an drei zu stellen, leider schiefgegangen.“

Saarbrückens Finalgegner ermitteln am kommenden Sonntag oder im Entscheidungsspiel am 13. April der TTC Schwalbe Bergneustadt und die TTF Liebherr Ochsenhausen. Dieses Duell können Franziska und Co. nun ganz entspannt verfolgen. „Wir haben heute alle drei gekämpft wie die Verrückten“, fand Darko Jorgic. „Wir freuen uns jetzt auf das Finale und wollen natürlich den Titel.“

 

1. FC Saarbücken TT – Borussia Düsseldorf 3:1
Patrick Franziska – Anton Källberg 3:0 (13:11, 11:7, 11:7)
Tomas Polansky – Kristian Karlsson 0:3 (8:11, 7:11, 8:11)
Darko Jorgic – Timo Boll 3:2 (7:11, 11:8, 10:12, 12:10, 11:9)
Patrick Franziska – Kristian Karlsson 3:0 (11:5, 14:12, 11:6)