Deutscher Meister 2020

1. FC Saarbrücken TT e.V.

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1. FC SAARBRÜCKEN TISCHTENNIS

TTBL: Die Vorschau aufs Halbfinale

Nur ein Team setzte sich im bisherigen Saisonverlauf der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zweimal gegen den 1. FC Saarbrücken TT durch: der SV Werder Bremen. Im Halbfinale am Mittwoch (ab 13 Uhr live im Free-TV bei Eurosport und im Stream bei Sportdeutschland.TV) kommt es nun zum Wiedersehen im Kampf um den Einzug ins Liebherr TTBL-Finale am Sonntag.

Patrick Franziska macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die bisherigen Ergebnisse gegen den SV Werder Bremen: „Keine Frage, wir haben am Mittwoch etwas gutzumachen“, sagt der Weltranglisten-16. „Auch ich ganz persönlich.“ Zweimal schließlich war der 1. FC Saarbrücken TT im Laufe der Hauptrunde der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf die Norddeutschen getroffen, zweimal stand am Ende eine Niederlage: im November ein 2:3, im Februar ein 1:3. Franziska selbst hatte dabei jeweils einen rabenschwarzen Tag erwischt und war sowohl Marcelo Aguirre und Mattias Falck als auch Kirill Gerassimenko jeweils mit 2:3 unterlegen. „Ich werde die Spiele genau analysieren“, verspricht der 27-Jährige vor dem Wiedersehen, „und alles tun, um am Mittwoch so gut vorbereitet wie möglich an den Tisch zu gehen.“

Dass die Saarbrücker im Halbfinale, das am Mittwoch ab 13 Uhr live im Free-TV bei Eurosport und im Stream von Sportdeutschland.TV übertragen wird, den meisten Beobachtern trotzdem als Favorit gelten, liegt an einer ansonsten nahezu tadellosen Hauptrunde. Neben den Niederlagen gegen Bremen hatte der FCS lediglich gegen den TTC Neu-Ulm (2:3) und Borussia Düsseldorf (1:3) das Nachsehen und schloss die Hauptrunde mit 34:8 Punkten auf dem ersten Platz ab. Mit Shang Kun hatten die Saarbrücker zudem einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen, der Chinese verbuchte eine 20:4-Bilanz. Nach der 0:3-Niederlage im Liebherr TTBL-Finale 2019 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen soll es nun klappen mit dem ersehnten Titel.

Bremens Doppelstärke kommt diesmal nicht zum Tragen

Shang also werden die Bremer stoppen müssen, aber auch Franziska und Darko Jorgic, die mutmaßlich am Mittwoch das FCS-Gespann bilden. Werder hingegen hofft darauf, dass Mattias Falck seine starke Form über die Corona-Pause hinweg hat konservieren können. Der schwedische Vizeweltmeister nämlich hat die vor der Saison in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt und Werder mit einer 23:10-Bilanz zur ersten Play-off-Teilnahme seit dem Meistercoup 2013 geführt. Falck ist zudem einer von nur vier Spielern, die Shang im Hauptrunden-Verlauf eine Niederlage beigebracht haben.

„Wir sind einfach froh, dass es wieder losgeht“, sagt Bremen-Trainer Cristian Tamas. „Wir haben bislang eine starke Saison gespielt und wollen uns nun belohnen.“ Auf einen Trumpf muss Werder am Mittwoch aber verzichten: Die Hanseaten haben im Saisonverlauf sechs von sieben Doppeln für sich entschieden und stellen mit Hunor Szöcs/Marcelo Aguirre das ligaweit beste Gespann (4:0). Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird das Doppel in Halbfinals und Liebherr TTBL-Finale allerdings ausgesetzt, stattdessen kommt es gegebenenfalls zu einem fünften Einzel zwischen den auf Position zwei gesetzten Spielern der beteiligten Teams. Eine entscheidende Schwächung? „Darüber denken wir gar nicht nach“, sagt Tamas. „Wir nehmen die Situation an, wie sie ist, und werden uns bestmöglich schlagen.“