Nächstes TTBL-Heimspiel

FCS-TT vs. Grenzau

1. Dezember 2020, 19.00 Uhr

Joachim Deckarm Halle

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Deutscher Meister 2020 +++ ETTU-Pokalsieger 2014 +++ Deutscher Pokalsieger 2012

1. FC SAARBRÜCKEN TISCHTENNIS

TTBL-Interview mit Darko Jorgic

Nach der ersten Deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte sind Darko Jorgic und der 1. FC Saarbrücken TT heiß auf mehr. Wenige Wochen vor dem ersten Spieltag der neuen Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) haben wir mit dem 22 Jahre alten Slowenen gesprochen: über den Erfolg im Liebherr TTBL-Finale, über seine persönliche Bilanz und über die Ziele in der neuen Spielzeit.

Das Liebherr TTBL-Finale liegt jetzt knapp zwei Monate zurück – und damit die erste Meisterschaft des 1. FC Saarbrücken TT. Wie lange hat es gedauert, bis Sie den Erfolg komplett realisiert hatten?

Der Meistertitel war von Beginn an mein großer Traum, als ich meinen ersten Vertrag in der TTBL unterschrieben habe, damals beim TSV Bad Königshofen. Daher bin ich jetzt natürlich sehr glücklich, dass es geklappt hat. Und in der Tat hat es nach meiner Heimkehr einige Nächte gedauert, bis ich die Tragweite des Erfolgs komplett realisiert hatte.

Nicht wenige Beobachter erwarten, dass Saarbrücken die Liga in den kommenden Jahren dominiert. Was macht Ihr Team derzeit so stark? Oder, anders gefragt: Warum klappt es 2020/21 erneut mit dem Titel?

Einerseits haben wir einfach eine sehr starke Mannschaft und uns daher intern weitere Titel als Ziel gesetzt. Auf der anderen Seite haben wir aber auch einen guten Teamgeist – ich denke, auch darin liegt ein Grund für unsere guten Auftritte und damit letztlich für den Titelgewinn.

Insbesondere Shang Kun hat in der vergangenen Saison, seiner ersten in der TTBL, verblüfft und mit 23:4 eine hervorragende Bilanz gespielt. Wie ist er so als Typ? Und welche Rolle nimmt er innerhalb der Mannschaft ein?

Er ist ein toller Kerl und sehr freundlich. Deswegen ist er bei uns allen sehr beliebt. Und er ist natürlich ein sehr starker Spieler, der genau weiß, wie er die großen Duelle angehen muss. Damit hat er uns in der vergangenen Saison sehr geholfen. Wir haben ihm von Beginn an voll vertraut – und bis zum Schluss hat er es zurückgezahlt.

Zum Auftakt der neuen Saison geht es direkt gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen. Wie wichtig wird dieses Duell für den weiteren Saisonverlauf?

Es ist natürlich immer wichtig, mit einem Sieg in eine neue Saison zu starten. Daher werden wir unser Bestmögliches tun, um dies auch zum Auftakt der neuen Runde gegen Ochsenhausen zu schaffen. Dafür werden wir uns so gut wie möglich vorbereiten, um dann unsere beste Leistung abzurufen.

Für Sie persönlich geht es seit Jahren steil bergauf, in der vergangenen Saison spielten Sie eine 14:5-Bilanz. Ausgerechnet bei den beiden Final-Events, dem Liebherr Pokal-Finale und dem Liebherr TTBL-Finale, gab es allerdings Niederlagen für Sie. Wie blicken Sie persönlich auf die zurückliegende Spielzeit?

Insgesamt war die zurückliegende Saison für mich sehr erfolgreich. Aber in der Tat habe ich es ausgerechnet bei den beiden Finals nicht geschafft, mein bestes Tischtennis zu zeigen. Ich muss noch lernen, mit dem Druck bei diesen großen Spielen besser umzugehen. Dazu bekomme ich hoffentlich bald wieder die Gelegenheit – möglichst schon in dieser Saison.

Neben den Mannschaftswettbewerben läuft es auch international ausgezeichnet für Sie. Mit gerade erst 22 Jahren gehören Sie bereits zu den besten Spielern Europas, was unter anderem die Silbermedaille beim Europe Top 16 in Montreux zeigt. Sind Sie bereits ein kompletter Spieler?

Auch international habe ich eine wirklich gute Saison mit einigen erfolgreichen Turnieren hinter mir. Ich denke, vor allem bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele sehr stark gespielt zu haben und zudem, wie erwähnt, natürlich bei einigen Events wie dem Top 16. Aber deswegen bin ich noch lange kein kompletter Spieler.

In welchen Bereichen sehen Sie denn das größte Potenzial zur Verbesserung?

Generell bin ich der Meinung, dass sich jeder Spieler, egal wie alt oder erfahren, immer noch weiter verbessern kann. Persönlich muss ich insbesondere an meiner Vorhand und an meinem Aufschlag-Rückschlag-Spiel arbeiten.