Deutscher Meister 2020

1. FC Saarbrücken TT e.V.

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1. FC SAARBRÜCKEN TISCHTENNIS

TTBL-Interview mit Shang Kun

Gleich in seiner ersten Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat Shang Kun seine außergewöhnlichen Fähigkeiten gezeigt und den 1. FC Saarbrücken TT zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte geführt. Wir haben uns mit dem 29 Jahre alten Chinesen über das Liebherr TTBL-Finale, die Feier nach dem Titelgewinn und die kommenden Jahre unterhalten – auf Englisch und ein klein wenig bereits auf Deutsch.

BeLa-Sportfoto

Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Titelgewinn im Liebherr TTBL-Finale. Sie waren kaum zu bremsen und haben mit Simon Gauzy und Hugo Calderano die beiden Topspieler der TTF Liebherr Ochsenhausen geschlagen. Hand aufs Herz: Hätten Sie vorab so einen starken Auftritt erwartet?

Nein, dass es so gut laufen würde, hatte ich tatsächlich nicht erwartet. Simon und Hugo gehören schließlich weltweit zu den besten Spielern. Daher hatte ich mir vor den Spielen vorgenommen, auf mich zu schauen und jeweils nur von Punkt zu Punkt zu denken. Das hat zum Glück gut geklappt.

Was war denn der Schlüssel zum Titelgewinn mit dem 1. FC Saarbrücken TT?

Unser Teamgeist war entscheidend, glaube ich. Wir halten zusammen wie eine Familie, die Spieler und der Trainer sowie unsere Chefs. Dafür möchte ich Roland und Erwin Berg danken, sie haben uns die gesamte Saison über toll unterstützt.

Wie und wo hat die Mannschaft anschließend gefeiert? Wer ist bei Ihnen der Partybeauftragte?

Wir sind erst einmal aus Frankfurt zurück nach Saarbrücken gefahren und haben anschließend dort mit unseren Familien gefeiert. Der Partybeauftragte? Ich würde sagen, das war an diesem Abend unser Chef, Erwin Berg.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde vor leeren Rängen gespielt. Wie hat sich die Kulisse für Sie angefühlt? War es eher Vorteil oder Nachteil für Ihre Mannschaft?

Es war auf jeden Fall seltsam. Aber wir Spieler mussten die Situation so annehmen, wie sie war. Und letztlich glaube ich nicht, dass es für eine Mannschaft ein Vor- oder Nachteil war. Sowohl Ochsenhausen als auch wir waren in der gleichen Situation, auf die wir uns anfangs gleichermaßen einstellen mussten.

In Ihrer ersten TTBL-Saison waren Sie gleich Topspieler der Liga. Ist es Ihnen leichtgefallen, sich in der Liga und in Saarbrücken zu akklimatisieren? Was waren die entscheidenden Faktoren?

Insbesondere der Start war ziemlich schwierig, muss ich gestehen. Damals hatte ich eine Kieferverletzung und musste operiert werden. Zu dieser Zeit konnte ich nicht spielen und wollte daher einfach nur zurück nach Hause. Aber inzwischen fühle ich mich sehr wohl in Saarbrücken.

Patrick Franziska und Sie sind mit 28 beziehungsweise 29 Jahren im besten Tischtennis-Alter, Darko Jorgic und Tomas Polansky stehen sogar noch am Anfang ihrer Karriere. Was ist in den kommenden Jahren vom FCS zu erwarten? Werden Sie die Liga dominieren?

Ich hoffe sehr, dass wir noch lange gemeinsam in einer Mannschaft spielen. Und wenn wir zusammen bleiben, glaube ich, dass wir etwas Historisches für den Verein erreichen können. Darko und Tomas sind noch jung und benötigen daher noch Zeit, um sich weiterzuentwickeln. Aber beide sind sehr talentiert. Das ist gut für den gesamten Verein und für unseren Sponsor Tibhar.

Ihr Trainer Slobodan Grujic hat nach dem Finale den Teamgeist in höchsten Tönen gelobt. Wie empfinden Sie die Atmosphäre in der Mannschaft?

Ich möchte mich erst einmal bei „Bobo“ bedanken. Wir haben die gesamte Saison Seite an Seite gekämpft, haben Höhen und auch Tiefen gehabt und viele tolle Erinnerungen gesammelt. Und ja, der Spirit in der gesamten Mannschaft ist definitiv sehr gut. Ich möchte diese Situation so lange wie möglich genießen. Wir sind gute Freunde geworden und verbringen auch privat Zeit miteinander, gehen etwa in die Stadt zum Kaffee trinken oder essen oder spielen auch mal FIFA an der Konsole.

Jetzt steht erst einmal die Sommerpause an. Welche Pläne haben Sie für die kommenden Wochen?

Ich muss demnächst meinen Führerschein umschreiben lassen, denn ich habe mir einige Städtetrips für diese Zeit vorgenommen, nach Frankfurt und nach Düsseldorf etwa. Außerdem werde ich weiterhin meinen Deutschunterricht besuchen.

Apropos: Bei Instagram sehen wir immer wieder Ihre Vokabelhefte. Wann dürfen wir mit Ihrem ersten Interview auf Deutsch rechnen?

[Antwort auf Deutsch:] Das ist eine sehr gute Frage! [Weiter auf Englisch:] Ich habe schon viel gelernt, aber Deutsch zu lernen ist wirklich eine schwere Aufgabe. Ich hoffe, in einem Jahr fließend Deutsch sprechen zu können.